Thabo Makgabo in Wittenberg: “I have a dream … !”

WITTENBERG/Germany, 28 May 2017, 12:00: Archbishop Thabo Makgabo, Cape Town, held the sermon in the open-air service in the `Luther- and Reformation-City of Wittenberg´ attended by hundred-thousands participating at this year’s Kirchentag, the country-wide bi-annual event of protestant and ecumenical activists in Germany that are engaged in social and political initiatives and projects, entitled “You see me” (Genesis 16,13).

Thabo Makgabo concluded his clear and inspiring sermon by sharing a vision he cherishes for Africa and the world: “I have a dream … !”

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Thank you all for your warm welcome!

I am honoured to be here on the beautiful Elbe meadows before the gates of Lutherstadt-Wittenberg. It is a great privilege to take part in launching the Reformation Summer and celebrating Kirchentag 2017.

Thank you. Danke schön!

Here in front of me, I see the true spirit of tolerance, amplified by the understanding of the benefits of a multicultural society. Thank you for your witness to the world. Vielen Dank.

Friends, it is impossible to overstate the contribution of Martin Luther to that part of the world influenced by Europe and its thought. His questioning of authority ignited and illuminated a civilization that became the catalyst for millions leaving the Dark Ages. He was one of the true fathers of democratic freedom. He mobilized millions, in an unstoppable movement, to embrace the right to participate. He made it safe to want to be part of something bigger than ourselves.

The Reformation, which he initiated, was more than a theological watershed. It was a defining moment in our sociological and political evolution. But the Reformation is not something which concerns only our past.

Interpreted in today’s context, it can become our guide, our inspirational GPS, our global positioning system for the next 500 years.

The histories of both of our countries – that of Germany in the Nazi-era, and of South Africa in the apartheid-era – are records of unspeakable cruelty. But they are also histories of God’s unfailing faithfulness. They both speak of the challenge to find the Holy One who is, as the hymn says, “standing somewhere in the shadows … and you’ll know Him by the nail prints in His hands.” Our histories are testimony to the power of Hagar’s words when she says: “You see me.”

For any African, Hagar’s story is deeply etched into both our historical DNA and our contemporary experience. Dolores Williams reminds us that Hagar’s predicament involved slavery, poverty, sexual and economic exploitation, surrogacy, rape, domestic violence and homelessness.

Black people generally but particularly black women in South Africa know exactly the same realities. They know that in so many contexts, “black lives do not matter.”

But as we read the Hagar story further, we find that alongside this litany of suffering and exclusion, there is also the story of a God who acts in a powerful way. When Hagar finds herself vulnerable on the periphery, God gives her the resources to survive. Just like the Syrian refugee you have welcomed into Germany, Hagar stands as a beacon of hope to all who suffer, to the oppressed around the world.

…    …    …. >>  I have a dream” 

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Kommentare zu »Thabo Makgabo in Wittenberg: “I have a dream … !”«

  1. Erzbischof Thabo Makgoba, ein engagierter Theologe gegen soziale Ungerechtigkeit und staatliche Bevormundung er Kirchen in seinem Lande, hat als Prediger des Abschlussgottesdienstes beim Evangelischen Kirchentag in Wittenberg die Zuhörer zu Recht darauf hingewiesen, sich gegen den „grassierenden Nationalismus zu wenden“ und den Flüchtlingen beizustehen.

    Mit seiner Bemerkung allerdings, „Luther sei einer der Väter der demokratischen Freiheit“, irrt er. Zwar hatte Luther mit seiner „Reformationsschrift“ von 1520 „Von der Freiheit eines Christenmenschen“, Erwartungen geweckt, zum Beispiel bei den Bauern, nun würden sie auch aus ihrer menschenunwürdigen Unterdrückung befreit, doch seine Antwort auf ihre mit „demütiger Bitte“ vorgetragenen „12 Artikel“, zu denen sie Luther um ein Gutachten gebeten hatten, musste für sie, die „keinen Krieg, sondern die Freiheit und Gerechtigkeit haben wollten“, (so der Historiker Peter Blickle in: Der Bauernkrieg. Die Revolution des Gemeinen Mannes, S. 54), enttäuschend sein. Luther, der wohl wusste, dass etliche ihrer Artikel „billig und recht“ seien, merh noch, dass die „Fürsten und Herren“ die „Hauptschuldigen an den Irrungen“ waren, weist doch die Freiheitsforderungen als „fleischlichen“ Missbrauch der „christlichen Freiheit“ zurück, zum Beispiel ihre Forderung nach Aufhebung der Leibeigenschaft als „wider das Evangelium und räuberisch, womit ein jeglicher seinen Leib … seinem Herrn nimmt“. „Dieser Artikel will alle Menschen gleichmachen.“ Doch „weltliche Reich kann nicht bestehen, wo nicht Ungleichheit ist in Personen, dass etliche frei seien, etliche gefangen, etliche Herrn, etliche Untertanen …“

    Als dann, etwa später, die Möglichkeit bestand, dass diese so bestehenden politischen Verhältnisse durch den breiten Aufstand des „Gemeinen Mannes“ überwunden und tatsächlich demokratische Strukturen aufgebaut werden könnten, schlug Luther sich entschieden auf die Seite der Herrschenden, wovon er niemals merh los kam, zum Beispiel in seiner schändlichen Schrift „Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern“. Darin fordert er die „lieben Herren“ auf: „Steche, schlage, würge hier, wer da kann! Bleibst du darüber tot, wohl dir, einen seligeren Tod kannst du nimmermehr bekommen. Denn du stirbst im Gehorsam göttlichen Wortes und Befehls, Röm. 13.4, und im Dienst der Liebe, deinen Nächsten zu erretten aus der Hölle und Teufelsbanden …“ Als bald danach etwa 75 000 Menschen von ihrer Obrigkeit ermordet worden waren, schreibt Luther „Einen Sendbrief von dem harten Büchlein wider die Bauern“, eine Rechtfertigung. Darin heißt es: „Der Esel will Schläge haben, und der Pöbel will mit Gewalt regiert sein; das wusste Gott wohl. Darum gab er der Obrigkeit nicht einen Fuchsschwanz, sondern ein Schwert in die Hand.“

    Luther – einer der Väter der demokratischen Freiheit?

    *Hartwig Hohnsbein, Göttingen [Frankfurter Rundschau, Pfingsten 2017, Seite 22]

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