Mirjam Rüscher: „Bens Experiment“

Buchvorstellung durch Mirjam Rüscher*:

Morton Rhue:
Die Welle.
Ravensburger Buchverlag 1997.
ISBN 978 347 358 00 88
186 Seiten

Diktatur heute ist nicht mehr möglich. Gräueltaten, wie die der Nationalsozialisten sind heute nicht mehr denkbar. Dessen sind sich die Schüler und Schülerinnen der Gordon High School sicher. Bis sie von der Welle erfasst werden.

Diese Welle, sie rollt über die ganze Stadt hinweg. Das Experiment, die Idee dahinter, gerät völlig außer Kontrolle. Nicht nur die Schüler und Schülerinnen, auch ihr Lehrer lässt sich von dem Experiment berauschen und schafft es kaum, es wieder zu beenden.

Das Buch beginnt mit einem Film. Der Lehrer Ben Ross zeigt seiner Klasse einen Film über den Holocaust. Die Szenen von ausgemergelten Menschen in Konzentrationslagern, von all dem Leid und Elend sorgen bei den Schülern und Schülerinnen für Entsetzen. Eine Gruppe von ihnen kann einfach nicht glauben, dass Menschen zu solchen Taten tatsächlich fähig sind. Daraufhin startet Ross sein Experiment. Ein paar Parolen, wie „Macht durch Disziplin“ und „Macht durch Ordnung“, dazu ein eigener Gruß, die Welle, und der Klassenverbund zerfällt zusehends in Opfer und Täter, Mitläufer und Widerständler. Die Welle wird immer stärker – bis die Lage eskaliert.

Das Buch „Die Welle“ ist heute an vielen Schulen Standardlektüre, un das aus gutem Grund, zeigt es doch, dass Nationalsozialismus nicht bloß ein Phänomen vergangener Tage ist. Wie anfällig Menschen für derlei Bewegungen sind, macht nicht nur das Buch deutlich – das auf einer wahren Begebenheit beruht -, sondern leider auch die Realität. „Die Welle“ ist ein Buch, das niemals überholt sein wird.

*Mirjam Rüscher: „Bens Experiment“, in: Evangelische Zeitung, 44/2017, Seite 11.

siehe auch >> Frank Keil: „Opas Geschichten“

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