… hoffentlich viele andere ebenso!

Das Ergebnis der Verhandlungen liegt nun ja endlich vor. Der ausgehandelte Koalitionsvertrag lässt erwarten, dass nun auch jene unter uns endlich auf ihr Recht kommen, die sich bisher oft übergangen vorgekommen sind oder immer wieder nur vertröstet wurden.

Beim Mitgliedervotum gebe ich gerne mein JA dazu – hoffentlich viele andere ebenso! 

Ben Khumalo-Seegelken
Oldenburg.

 

3 Kommentare zu diesem Artikel bisher »

Kommentare zu »… hoffentlich viele andere ebenso!«

  1. Lieber Ben,

    leider kann ich Deinen Optimismus nicht teilen. Ein Innenminister Seehofer lässt mich Schlimmstes befürchten für diejenigen, die in unserm Land Schutz suchen, demonstrieren gehen etc.

    Herzlich grüßt
    Ulrike

  2. Liebe Ulrike,

    eher Zuversicht als `Optimismus´!

    Die aktive Mitwirkung vieler gestandener Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bei der Umsetzung des mühsam errungenen Koalitionsvertrages spornt mich dazu an, gerne nach Möglichkeit eher konstruktiv-kritisch mitzuwirken als nur protestierend zuzuschauen – das Beste aus dem Verhandlungsergebnis zu machen statt das Feld tatenlos gerade denen zu überlassen, die – wie Seehofer – stets im Augen behalten und in Schach gehalten werden sollten.

    Herzlichst,
    Ben.

  3. Dass es sich die Sozialdemokraten in ihrer 155-jährigen Geschichte nicht immer leicht gemacht haben, ist allseits bekannt, aber was in meiner Partei – bin seit fast einem halben Jahrhundert Mitglied – während des letzten Jahres passierte, lässt sich nach meiner Meinung wohl nicht mehr toppen!

    Sigmar Gabriel übergibt an Martin Schulz, weil er – zu Recht – spürt, dass er nicht zum Bundeskanzler gewählt wird. Martin Schulz wird als erster Genosse nicht mit 99, sondern gleich mit 199 Prozent als Vorsitzender gewählt. Seine Arbeit als Parteivorsitzender vor der Bundestagswahl wurden durch lichte Momente – Gerechtigkeitswahlkampf – wie auch Schattenseiten – in drei Landtagswahlkämpfen falsche Positionierung – angegangen. Wie zu erwarten war, ging die Bundestagswahl verloren. Die Partei wollte vom einfachen Parteimitglied bis zur Parteispitze in die Opposition. Das war nach der verlorenen Wahl auch richtig, nur es gibt auch ein Leben nach einer Bundestagswahl und ganz besonders nach der letzten.

    In einem Parlament mit sieben Parteien – ich sehe die CSU als eine eigenständige AfD-light-Partei – kann eine Regierungsbildung in drei Monaten nicht gelingen. Die erwünschte Jamaika-Koalition kam nicht zustande. Hier begann nun der Abstieg von Martin Schulz und des Bundesvorstandes, als zu schnell weiter auf Opposition gesetzt wurde und nicht abgewartet wurde, bis das Gespräch mait unserem Ex-Genossen, dem heutigen Bundespräsidenten stattgefunden hatte. Wir kennen den “Turnaround”, der in den stattgefundenen Groko-Gesprächen endete und in einer großen Regierungskoalition enden wird, was zurzeit auch richtig ist. Ich stimmte 2013 gegen die Groko aus verschiedenen Gründen. Einmal besaß Rot-Rot-Grün eine Mehrheit von fünf Stimmen. Zweitens war der Verhandlungsspielraum für die SPD schwach, bei einer Mehrheit der Union von 41,5 Prozent. Damals wäre eine Minderheitsregierung unter Frau Merkel besser gewesen als heute. Durch die Entscheidung zur Groko 2013 muss auch die SPD zugeben, zur Stärkung der AfD beigetragen zu haben. Selbst Neuwahlen hätten damals der SPD nicht geschadet, nachdem wir wissen, was 2015 geschah.

    Entgegen 2013 werde ich heute der Groko mitzustimmen, da die SPD in den Groko-Papieren und in der wichtigen Ressortaufteilung mit ihren Forderungen für die Zukunft viel erreicht hat. Mi dem Außen- und dem Finanzressort lässt sich für Europa im Sinne Macrons viel erreichen. Nur dazu gehören auch die richtigen Politiker, wie ein Martin Schulz. In Papieren – hier zur Groko – kann mehr oder weniger stehen, wenn die Köpfe in den entsprechenden Ressorts dazu fehlen. Aus diesem Grunde wäre es richtig gewesen Marin Schulz mit seiner Erinnerung an den Parteitagsbeschluss von 1925, die “Vereinigten Staaten von Europa” zu fordern, in das Amt des Außenministers zu berufen. Leider ist dies nun Schnee von gestern. Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen steht 2019 die Europawahl an, die mit einem angeschlagenen Martin Schulz nun wohl schlecht geführt werden kann.

    Klaus-Joachim Rink, Rödermark.

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