Nicht wenige unter uns …

Beitrag zum Meinungsaustausch über eine angemahnte Namensänderung

Nicht wenige unter uns gehen schon immer mit gutem Beispiel voran, Ausdrücke und Redensarten in unserem Alltag, von denen wir erfahren, dass sie von anderen Menschen als herabsetzend und beleidigend empfunden werden, zu überdenken und mit neuen zu ersetzen, die wir für angemessener und vertretbarer halten.

Von Kindesbeinen an ist bei uns beispielsweise von „Schwarzen“ und „Schokoküssen“ die Rede, wo früher (und leider sonst immer noch) abfällige Fremdbezeichnungen wie „Neger“ und „Mohrenköpfe“ gebräuchlich waren (und sind).

Ich meine im aktuellen Meinungsaustausch daher: Natürlich soll auch bei uns in Deutschland jede Straße oder jedes Gebäude grundsätzlich jederzeit umbenannt werden können, wenn dies erforderlich erscheint.

Nicht wenige unter uns gehen auch in dieser Frage mit gutem Beispiel voran und sammeln Alternativvorschläge [etwa zu „Mohrstraße“, „Mohren-Apotheke“]*, damit auch bei uns bald keine Straße und kein Gebäude mehr wider besseres Wissen einen Namen führt, der Gefühle verletzt und/oder die Menschenwürde angreift.

Ben Khumalo-Seegelken, Oldenburg.

*Aus “Mohrstraße” könnte beispielsweiseAlfred Mohr Straße” [Vor- und Nachname] werden, um deutlicher zum Ausdruck zu bringen, dass eine bestimmte Person hinter der Namensgebung steht und um eventuelle anderslautende Vermutungen einfach auszuschließen.

>> Nicht wenige unter uns …[FR 02.02.2018]
 

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