Aktuelles

Südafrika

Süd-Afrika 1885
Süd-Afrika 1885 - "Sketch Map of South Africa showing British Possessions July 1885" from the Scottish Geographical Magazine. Courtesy of the University of Texas Libraries, The University of Texas at Austin.

Nach Jahrhunderten Kolonial- und Fremdherrschaft und über 60 Jahren Apartheidregime fanden in Südafrika 1994 die ersten freien Wahlen statt. Mit Nelson Mandela an der Spitze machte sich das Land auf den Weg in die Demokratie. Dabei blieb die alte Wirtschaftstruktur erhalten. Macht- und Besitzverhältnisse sollten reformiert, nicht umgestürzt werden. Dazu war es erforderlich, Täter und Opfer der Apartheid miteinander zu versöhnen.

Die Zerstörungen, die die Kolonial- und Apartheidpolitik bewirkt hat, wirken bis heute fort, sind sichtbar und mit Händen zu greifen in Landminen, die nach wie vor das Leben und die Gesundheit vieler Menschen gefährden, in gesellschaftlichen Verwerfungen und den Folgen schwerer und gewaltsamer Konfrontationen, in den noch immer nicht überwundenen Konsequenzen aus den groß angelegten und gewaltsam durchgeführten Zwangsumsiedlungsprogrammen, in den erschütterten und oft genug zerstörten Biographien von Menschen, die häufig als Kinder bereits mit kaum vorstellbarer Brutalität konfrontiert waren, sie oft genug aber auch selbst ausgeübt haben, mit ihren Traumata und verlorenen Bildungschancen.

Diese Aufgabe versuchte die "Wahrheits- und Versöhnungskommission" unter dem Vorsitz von Bischof Desmond Tutu zu bewältigen.
Nach 16 Jahren stellt sich die Frage: Ist diese Form der Vergangenheitsbewältigung erfolgreich? Handelt es sich etwa um ein gesellschaftliches Instrument des Täter/Opfer-Ausgleichs, mit dem auch in anderen Staaten Krisen überwunden werden können? Ist es vor dem Hintergrund globaler Verteilungsfragen anwendbar? Was können wir in Deutschland – in Europa - daraus lernen?

Eckdaten: Land & Leute, Wirtschaft, Politik, Geschichte

Afrika verstehen lernen

Südafrika heute - die neue Mittelklasse

Diskussionsbeitrag: Zwei Jahre Präsidentschaft Jacob Zuma

100 Jahre ANC100 Jahre ANC

KAIROS 2012

Diskussionsbeitrag: Fukushima – Kapstadt?

uXolo - Frieden in Afrika heute

Apartheid-Geography heute

Fundgrube Suedliches Afrika

UKUBUYISANA

Cleansing and Reconciling in KwaZulu-Natal Today

KZN Reinigen und Versöhnen

Asikhumbuzane

Demokratie in Südafrika – eine Erfolgsgeschichte?

Mit den Ohren lesen im Zululand heute

Transformation-Rückwärtstrend-Unterwanderung

Daimler – Star of Apartheid:

Daimler – Star of Apartheid

Unterschriftenaktion beendet - Dank an UnterstützerInnen

Anlässlich des südafrikanischen Tages der Versöhnung am 16. Dezember 2010 überreichten Menschenrechtsaktivisten, die sich in der Kampagne "Daimler – Star of Apartheid" zusammengeschlossen haben, insgesamt 3262 Protest-Unterschriften an Daimler. Die Kampagne sammelte während der Fußball-Weltmeisterschaft Unterschriften, um Daimler zu einer angemessenen Entschädigung für die Überlebenden des Apartheidregimes zu bewegen. Die Daimler AG machte profitable Geschäfte mit dem Regime. Dem Unternehmen wird in einem laufenden Gerichtsverfahren vorgeworfen, damit Beihilfe zu schweren... >> mehr ...

Pursuit for Justice Today: Communities and groups that are being alienated and marginalised in South Africa today remain the concern of theologians and congregations working within the Ecumenical Service for Socio-Economic Transformation (ESSET) that aims to 'attain a transformed society that promotes a just economic system prioritising the needs of the poor.'

In the occasional publication "Give us this day our daily bread" the unjust practices of exclusion launched against the marginalised and the poor prior to and during the mega event World Cup recently are being recalled:

'Beware! The intoxicated elephants will trample on you!' is the cry responsible people are called to urgently resort to, if the multitudes of the marginalised and the poor are to be motivated to be more effective in their pursuit for justice in view of the hazards of the on-going neoliberal economic greed in our country today.

Vuvuzela bedeutet...

...damit der Ball fuer alle rund ist

Quer durchs Land reisen, Menschen begegnen und Eindrücke sammeln – das hat der in Johannesburg lebende Auslandskorrespondent Johannes Dieterich während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 getan und hat darüber berichtet.

Seine vielseitigen Momentaufnahmen öffnen Fenster in den Alltag am Rande der "Regenbogengesellschaft" außerhalb des mehrwöchigen Großereignisses und lassen die Menschen Südafrikas mit ihren Fragen und Hoffnungen deutlicher hervortreten. Das 'neue Südafrika' lässt sich auf diese Weise differenzierter kennenlernen.

Täglich eine Geschichte - täglich eine Facette im faszinierenden Mosaik.

Tübingen und Südafrika – mehr als Fußball

Thiven Reddy (2008): TRANSFORMATION

Landreform im Südlichen Afrika

Die Landfrage ist auf dem Hintergrund von kolonialer Landenteignung und Apartheid eines der Schlüsselthemen für die gesamte Region des Südlichen Afrika.

Die willkürlichen und chaotischen Landbesetzungen und Enteignungen in Simbabwe seit dem Jahr 2000 haben diese Frage für die ganze Region zugespitzt und Alarmsignale besonders in die Nachbarländer Namibia und Südafrika gesandt. In diesen beiden Ländern besteht Konsens, dass die Landfrage oben auf der nationalen politischen Agenda steht und neue Lösungen braucht.

In Namibia haben die Gedenkfeiern aus Anlass des Völkermordes an Herero, Nama und Damara durch die deutschen Schutztruppen im Jahre 1904 die Landfrage im Kontext von Nationaler Versöhnung wieder in die öffentliche Debatte gerückt. Mittlerweile haben erste Enteignungen stattgefunden und die von der Regierung beauftragte Kommission zur Landreform hat ihre Ergebnisse im November 2005 vorgelegt und damit die Grundlage für eine künftige Landpolitik geschaffen.

In Südafrika haben sich auch nach über fünfzehn Jahren seit dem offiziellen Ende der Apartheid die Lebensumstände und Besitzverhältnisse der großen Mehrheit der schwarzen Bevölkerung kaum verändert. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, 70 Prozent davon auf dem Land. Der weißen Minderheit gehören noch immer rund 80 Prozent des kultivierbaren Bodens, rund 86 Millionen Hektar im Besitz von etwa 55.000 weißen kommerziellen Farmern. Demgegenüber leben 12 Millionen schwarze Bauern auf nur 17 Millionen Hektar mit überwiegend schlechter Bodenqualität.

Statt der versprochenen 30 Prozent innerhalb von fünf Jahren sind in den letzten zwölf Jahren gerade einmal etwas mehr als 3 Prozent des Bodens an die benachteiligte schwarze Bevölkerung umverteilt worden. Auf dem Landgipfel im Juli 2005 hat die südafrikanische Regierung zum ersten Mal öffentlich eingestanden, dass die versprochene Landreform bisher gescheitert ist und neue Wege gefunden werden müssen, die über eine reine marktorientierte Umverteilung hinausgehen.

Entwicklungen zum Themenkomplex LANDREFORM >>> hier.

thinkTank LAND REFORM

Land ownership, land reform and perspectives

Land needed – land wanted

"Another countryside" – weblog

The thinkTank LAND REFORM monitors the 'Land Issue' in post-colonial Southern Africa and works on alternative policies to assure sustainability in terms of equity and justice as well as ecology and economy, the "Rainbow Model" being just one example.

The Rainbow Model aims at replacing the market-based policy of "willing buyer, willing seller" by one based on the principle of "ubuntu" and its underlying values, these mainly being a 'commitment to communality and the interdependence of the members of a community and the integrity of the ecological heritage, equity, social justice and fairness, and the option for reconciliation and peaceful coexistence'.

The thinkTank LAND REFORM operates by means of consultation among interested persons and organisations in Southern Africa and abroad.

Dr. Ben Khumalo-Seegelken, Convenor

Land & Leute

IZITHAKAZELO - knowing almost everyone and everything by heart!
Family-names (for example: Khumalo) and the praise-poems relating to them, tell a lot about the persons concerned: Which region of the world nurtured their roots? Which periods of history left which traces on their memories? Who are or could most probably be related to them? Where and who are they today? ...

439 Family-names rooted in Southern Africa with the corresponding clan-names and praise-poems can now be found in the electronic list compiled for use and improvement by whosoever wishes to: "IZITHAKAZELO - kafuphi nangobude bazo"
Suggestions and comments are most welcome.

Xenophobia

"The world recently watched with dismay as South African citizens violently attacked foreign nationals in communities across the country. Tens of thousands of migrants were displaced, amid mass looting and destruction of foreign-owned homes, property and businesses. The media was quick to advance several theories about the mayhem. One focused on historical factors, particularly South Africa's divisive and alienating apartheid past. Another blamed poverty and the daily struggle for existence in many of South Africa's poorer communities. A third criticised the ANC government for poor service delivery and a failure to redistribute the fruits of the post-apartheid economic boom to the poor. Finally, the country's immigration policies were seen as at fault. None of these theories explicitly tackles the phenomenon of xenophobia itself."
SAMP (Southern African Migration Project) 2008: 'The Perfect Storm: The Realities of Xenophobia in Contemporary South Africa':

"KwaMachanca" = "Wo die Antilope selbst am helllichten Tage angstfrei und sorglos grasen kann" / "KwaMpunz'edl'emini!"